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Sternsinger-Flashmob und „Segen to go“

Sternsinger-Flashmob
Flashmob Sternsinger

Über 55.000 Euro konnten im Seelsorgebereich Bad Godesberg gesammelt werden

Die Sternsingeraktion 2017 in Bad Godesberg ist abgeschlossen und hat wieder ein Spitzenergebnis erzielt. Erneut konnten deutlich über 55.000 Euro gesammelt werden.

Aktuell konnten im Burgviertel 12.571 Euro, im Südviertel knapp 15.000 Euro und im Rheinviertel fast 28.000 Euro gezählt werden. „Es ist unglaublich, wie unermüdlich die kleinen Könige bei diesen Wetterbedingungen von Haus zu Haus zogen, um anderen Kindern zu helfen, die sich in Not befinden. Wir sind sehr stolz auf unsere Kinder und Jugendlichen“, sagt Pfarrer Dr. Wolfgang Picken.

„Um trotz vieler verreister Familien ein solches Spendenergebnis zu erzielen, muss man kreativ werden“, wie Jugendreferent Stefan Rachow berichtet. „Wir haben uns spontan entschlossen auf dem Marktplatz den „Flashmob“ zu machen, um das Spendenergebnis noch mal anzukurbeln. Erst auf dem Moltkeplatz und weil es dann so einen Spaß gemacht hat, haben wir es auf dem Theaterplatz und vor der Fronhofer Galerie gleich wiederholt. In der Zwischenzeit wurde in der Fußgängerzone sternförmig ausgeschweift und der beliebte „Segen to go“ verteilt. Bei den Blicken der Passanten war zwischen völlig irritiert bis totaler Begeisterung alles dabei“, so Rachow weiter. Insgesamt waren über 400 Kinder und Jugendliche im Gewand der Heiligen Drei Könige in Bad Godesberg unterwegs. Ebenso viele Kindergärten, die neben einigen Straßen vor allem die hiesigen Altenheime besuchten. So wurde u.a die Seniorenresidenz Rheinallee zum ersten Mal von Kindern des U3 Kindergartens St. Georg besucht. Ein schönes generationenübergreifendes Zeichen. Gerade die älteren Menschen warten oft tagelang auf den Besuch der Sternsinger!“ berichtet Pfarrer Dr. Picken. Vom 4. bis 8. Januar zogen die Königsgruppen unter dem Motto „Segen bringen – Segen sein! Für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit!“ in allen Vierteln von Tür zu Tür. Selbst Hagelschauern, Minusgrade und Blitzeis konnten die kleinen Könige nicht aufhalten.

Sie sangen dabei vom Kommen Jesu Christi, segneten alle Häuser und sammelten Spenden für das Kindermissionswerk. Im Rheinviertel verteilten die Sternsinger zudem in allen Haushalten den neuen Pfarrbrief der Gemeinde. Am Sonntagmorgen besuchte eine Gruppe von Königen aus dem Rheinviertel die evangelische Christuskirche, um auch den ökumenischen Gedanken dieser Aktion zu unterstreichen und verteilten auch hier den „Segen to go“. Unterstützt wurden die vielen Kinder und Jugendlichen bei der Gesamtaktion von zahlreichen Jugendleiter,-innen und Eltern, die für Gewänder, Material, Fahrdienste und warmes Mittagessen sorgten.

„Nachdem die diesjährige Aktion mit den Abschlussgottesdiensten am vergangenen Sonntag beendet wurde, sagen wir den vielen unseren Dank, die die Sternsinger so freundlich aufgenommen und die Aktion mit einer Spende unterstützt haben, und wir bedanken uns bei allen Beteiligten“, sagt Pfarrer Picken.

Im Süd- und Burgviertel wurde die Aktion erneut von Gemeindereferentin Anne-Kristin Graumann und Jugendreferent Benjamin Rennert geleitet und organisiert.

Nach der Aktion ist vor der Aktion. Im nächsten Jahr überlegen die Verantwortlichen der Aktion nach dem traditionellen Besuch in der Redoute mit allen Kindern und Jugendlichen aus Süd-, Burg- und Rheinviertel gemeinsam einen Flashmob zu machen.

 


Sternsinger Aktion 2017

Sternsingeraktion im Südviertel beendet

121 Kinder und 41 Betreuer waren am 6. und 7. Januar als heilige drei Könige (eine Gruppe bestand oft durchaus auch aus mehreren Königen) unterwegs und haben den Segen in unsere Häuser nach Mehlem, Lannesdorf, Muffendorf, Pennenfeld und den Heiderhof gebracht.

Dabei gab es viel zu erleben: Vor allem viel Freude über den königlichen Besuch, was sich in Bergen von Süßigkeiten für die Kinder zeigte. Es gab aber auch manch einen Bewohner, der über diese schöne Tradition aufgeklärt werden musste. Das ist mancherorts wegen Sprachbarrieren mit Händen und Füßen passiert oder wie beispielsweise in Lannesdorf einer jungen Amerikanerin in einer Mischung aus deutsch und Grundschulenglisch liebevoll erklärt worden. Die junge Frau wird sicherlich von der Tradition der „Caroler“ in der Heimat berichten.

In Muffendorf/ Pennenfeld hingegen war während des Mittagessens ein Mann Gesprächsthema, der die Haustür aufgerissen hat, nur um zu sagen, dass niemand da sei. Dieses Erlebnis sorgte für viel Gelächter und hat Gott sei Dank niemanden abgeschreckt. Auf dem Heiderhof stärkten sich Kinder und Betreuer mit Würstchen und es ist ein herrliches Bild, wenn man eine Königin mit 3 Wienern auf einmal in der Hand entdeckt.

Einem Mädchen aus der evangelischen Kirche hat die Aktion sogar so gut gefallen, dass sie ihren Eltern erklärt hat, sie werde mit 18 Jahren katholisch werden wollen. Neben viel Lustigen gab es auch sehr berührende Momente. In Mehlem ist eine Gruppe zu einer sterbenskranken Frau hereingerufen worden, die sich ganz besonders über den Besuch gefreut hat.

Im Südviertel sind rund 15.000 Euro gesammelt worden. Von unseren Kindern für Kinder weltweit in Not.

Diese Aktion wäre ohne Hilfe nicht möglich: Gewänder müssen gereinigt und bereitgestellt werden, Kronen angepasst, Straßenzüge verteilt und Könige und Begleiter wollen bekocht werden. Viele helfende Hände sind nötig, erwähnen möchte ich dennoch besonders Frau Hutmacher, Frau Hennes und Frau Burdick für ihren Einsatz in unserer Kirchengemeinde. Vielen Dank!